Diagnose – darüber sprechen oder für sich behalten? (PRÄSENZ)

24.09.2026 18:30 Uhr

LMU Klinikum der Universität München – AöR | Bibliothek der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie | Nußbaumstraße 7 | 80336 München

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Um die Borderline-Persönlichkeitsstörung kursieren viele stigmatisierende Klischees. In der öffentlichen Wahrnehmung gilt Borderline oft als „hoffnungslos“, „schwierig“ als „beziehungsunfähig“ oder als etwas, das ein Leben lang unveränderbar bleibt. Dazu kommt, dass viele Betroffene ein sehr negatives Bild von sich selbst haben, sich permanent in Frage stellen, kaum greifen können, wer sie eigentlich und ob sie überhaupt was wert sind. Das verkompliziert das gesamte Leben. Die Symptome wirken sich auf den gesamten Alltag aus, machen Schwierigkeiten, eine Ausbildung oder ein Studium abzuschließen. In einer Welt, die stark auf feste Systeme und Einpassen ausgelegt ist, macht das das Leben insgesamt sehr kompliziert.

Wie soll man da zu seiner Erkrankung stehen? Was macht das mit den Angehörigen?

Borderline ist jedoch komplexer und hoffnungsvoller, als das gängige Bild vermuten lässt. Es gibt wirksame Therapien, viele Betroffene führen stabile Partnerschaften, gehen ihren Berufen nach und leben ein Leben, in dem die Diagnose irgendwann keine zentrale Rolle mehr spielt. Gleichzeitig bleibt der innere Kampf mit intensiven Gefühlen, massiven Selbstzweifeln und der Angst vor dem Verlassenwerden eine enorme Herausforderung.

Auf der anderen Seite sind Menschen mit Borderline oft Kämpfernaturen, sehr kreativ, häufig künstlerisch veranlagt, empathisch und feinfühlig für die Gefühle anderer. Sie können Menschen oft gut lesen, manchmal sogar, bevor diese selbst merken, wie es ihnen geht. Die Erkrankung kann also auch eine Art Superkraft sein. Deshalb sind viele Betroffene – wenn sie stabil sind – nicht nur in sozialen Berufen sehr gut aufgehoben.

Soll ich also zu dieser Diagnose stehen, oder sie verheimlichen? Sollen sich Betroffene nicht einfach nur zusammenreißen und dann wird alles gut? Vielleicht hängt die Beantwortung dieser Fragen auch von der Selbst-Akzeptanz ab und die Fremdakzeptanz folgt dann?

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Ihr Borderline-Trialog München Orgateam

 

Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Gegebenheiten vor Ort auf 40 Personen begrenzt. Daher ist die vorherige Anmeldung verpflichtend. Bitte folgen Sie ab dem Haupteingang der Beschilderung „Borderline-Trialog München“.

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